Zeit ist keine Schnellstrasse zwischen Wiege und Grab, sondern Platz zum Parken in der Sonne.
(anonym)

Bigbury-on-Sea und Burgh Island

Bigbury-on-Sea und die dem Ort vorgelagerte Insel liegen nur wenige Kilometer nördlich von Hope Cove.
Sie sind der ideale Ort zum Sonnenbaden, Schwimmen, Surfen und Spazieren. Wer mehr Nervenkitzel braucht, kann sich, in einem Buggy sitzend, von einem Lenkdrachen ziehen lassen und mit Geschwindigkeiten bis zu 100kmh über den flachen Sandstrand flitzen – oder den Könnern vor ort einfach zuschauen.

Burgh Island hat auch eine Überraschung bereit: nur bei Ebbe ist sie zu Fuß über den weit ausladenden, flachen Sandstrand erreichbar. Bei Flut (Gezeitenunterschied bis zu 7 Meter!) gelingt die Überquerung nur mit einem motorbetriebenen Ungeheuer namens 'Sea Tractor', einem mit überdimensionalen Reifen ausgestatteten, amphibischen Wesen. Im urigen Pilchard Inn, einer alten Schmugglerspelunke, kann man sich dann bei einem Bier oder Cider von der ungewöhnlichen Überfahrt erholen.  

Ein ganz anderes Ambiente als das Pilchard Inn strahlt das weiße, mit kleinen Türmchen versehene Burgh Island Hotel aus. Als der Industrielle und Kunstfreund Archibald Nettlefold die Insel 1927 kaufte, ließ er das Hotel für die Unterbringung seiner illustren Gäste aus der Londoner Theater- und Künstlerwelt als mondänes 'Gästehaus' errichten. Ganz im Art-Deco Stil gehalten, beherbergte es das Liebespaar des Jahrhunderts, den Herzog von Windsor und seine amerikanische Gattin Wallis Simpson, hier tanzte einst die Jeunesse Dorée Englands Charleston und Tango, hier ließ sich Noël Coward seine Cocktails mixen, hier schrieb Agatha Christie „Zehn kleine Negerlein“, "Das Böse unter der Sonne" wurde hier mit Peter Ustinov als Hercule Poirot gedreht. Auch für Verfilmungen von Rosemund Pilcher Romanen diente es als ideale Kulisse. Lange Zeit dem Verfall preisgegeben, bricht sich heute wieder unter der bleiverglasten Kuppel im Palm Court das Sonnenlicht im Mosaikglas der Cocktailbar.