Rundfahrten

Dartmoor Nationalpark mit dem Auto
Wenn man zum ersten Mal eine Fahrt durchs Dartmoor plant,  weiß man gar nicht so recht, bei welchem Ende man anfangen soll. Im Bücherregal von Cottage View findet sich aber viel Informationsmaterial, auch Bücher und Wanderkarten helfen bei der Wahl. Fürs Erste empfehlen sich einmal die Orte, die mit dem Auto leicht erreichbar sind, und die sich als Ausgangspunkte für  kleine Spaziergänge oder Wanderungen anbieten:

  • Princetown: Neben dem berühmten Gefängnis befindet sich hier auch ein überaus interessantes Dartmoor Informationszentrum
  • Haytor: Es ist eines der höchsten und spektakulärsten ‚Tors’,  in dessen unmittelbarer Nähe sich auch ein alter Granitsteinbruch mit Steinschienen befindet. Vom Parkplatz aus leicht erreichbar
  • Becky Falls: Sie gehören zu den schönsten Wasserfällen im Moor. Hier ist Eintritt zu bezahlen.
  • Avon Dam Reservoir: Vom Parkplatz weg führt eine asphaltierte Straße zur Staumauer, von der aus man einen gemütlichen Spaziergang um das Reservoir machen kann
  • Ivybridge: Vom Dartmoor Informationszentrum ist man in wenigen Minuten auf dem einsamsten Moor.

Die schönste Art aber, das Dartmoor mit dem Auto zu entdecken, ist einfach dort stehen zu bleiben, wo es einem gefällt. Es gibt jede Menge von kleinen Parkplätzen, von denen man eine kleine Wanderung unternehmen kann. Achtung: nichts Wertvolles im Auto sichtbar liegen lassen, immer absperren – Autoeinbrüche sind auf den einsamen Parkplätzen leider keine Seltenheit).

Entlang der Küste nach Dartmouth

Vorschläge für Tages- bzw. Halbtagsausflüge zwischen Hope Cove und Dartmouth. Für all jene, die nicht viel Zeit haben, kann man diese Route auch in einem Tag bewältigen, muss dann allerdings auf längere Wanderungen verzichten.

Prawle Point:
Vorerst geht es nach Kingsbridge, dem einzigen Punkt, an dem wir die weitverzweigte Salcombe Estuary umrunden können, von dort geht es Richtung Dartmouth weiter. Nach der Ortschaft Frogmore biegt man rechts in eine einspurige Landstraße Richtung Prawle Point ab. Nach der Ortschaft gleichen Namens kommt ein kleiner National Trust Parkplatz, von dem es nur mehr zu Fuß weitergeht. 10 Minuten rechts bergauf sind es zur Küstenwachstation (Coast Guard Station). Die ehrenamtlichen Diensthabenden zeigen gerne ihre Station und erklären auch ihre Aufgaben und Verantwortungen. Interessant ist auch der kleine Informationsraum nebenan. Von dort kann man je nach Lust und Laune und Wetter den Küstenweitwanderweg entlang gehen. (Wanderkarte im Bücherregal) 

Start Point Leuchtturm:
Fährt man zur Hauptstraße zurück und Richtung Torcross bzw. Dartmouth weiter, biegt man wieder rechts in die einspurige Landstraße zum denkmalgeschützten Leuchtturm von Start Point ab. Er wurde 1838 errichtet und ist nach wie vor in Funktion. In den Sommermonaten kann er auch besichtigt werden. Ist er nicht für Besucher geöffnet, zahlt sich trotzdem ein Ausflug dorthin aus, liegt er doch an einer der dramatischsten Abschnitte der Südküste von Devon. Es gibt die Möglichkeit einer Rundwanderung vom Parkplatz zum Leuchtturm, dann den Küstenweitwanderweg  Richtung Westen und einen steil ansteigenden Weg über Felder zum Parkplatz zurück. (Wanderkarte im Bücherregal)

Torcross und Slapton Sands:
In Torcross angekommen lässt man sein Auto auf einem der Parkplätze (Parkzettel nicht vergessen!) Der kleine Ort, der nur aus einer einzigen Häuserzeile besteht, überrascht mit einem schier endlos langen Kiesstrand, dem ‚Slapton Sands’. Im Sommer ist er ein idealer Badestrand, außerhalb der Sommersaison genießt man einfach die herrliche Aussicht. Für Hunde ist er ein Paradies! Hier trainierten die Alliierten die Landung in der Normandie. Ein damals aus dem Meer geborgener Amphibienpanzer, der auf dem Torcross Parkplatz besichtigt werden kann, erinnert an jene über tausend Soldaten, die bei den Übungen ihr Leben lassen mussten. Etwa einen Kilometer nach Torcross erinnert noch einmal ein Denkmal an den "D-Day". Hinter Torcross liegt der Slapton Ley, ein vom Meer nur durch einen schmalen, natürlichen Damm getrennter Süßwassersee. Er ist ein bekanntes Vogelreservoir. Fährt man die Dammstraße bis zum Ende des Slapton Leys, kann man einen Abstecher in das Bilderbuchdorf Slapton machen. Fotoapparat nicht vergessen!!

Blackpool Sands:
Die malerische Küstenstraße schlängelt sich durch zahlreiche kleine Orte weiter, bis man zum Blackpool Sands kommt. Seine geschützte Lage und der feine Sand machen ihn zu einem Traumstrand, in der Hochsaison heißt es allerding „wegen Überfüllung geschlossen“. 

Dartmouth:
Bald hat man Dartmouth erreicht. Man kann bei einem Stadtbummel den Tag ausklingen lassen, oder mit der Fähre über den Dart setzen und seinen Weg weiter Richtung Brixham bzw. das einst mondäne Seebad Torquay fortsetzen und über Totnes wieder nach Hope Cove zurückfahren.  

 

Rundfahrten in Cornwall

Tagesausflüge nach Cornwall
Will man von Cottage View aus Cornwall besuchen, sollte man entweder sehr zeitig  in der Früh aufbrechen oder lieber eine Übernachtung einplanen. Es sind zwar nicht so sehr die Kilometer, die ins Gewicht fallen, über die engen Landstraßen kommt man jedoch nur langsam vorwärts, und an manchen Orten möchte man vielleicht ein bisschen länger verweilen.

Als Vorschlag möchte ich hier eine unserer Lieblingsroute beschreiben:

Man fährt Richtung Plymouth (A379 und A 38) und auf dem Weg nach Cornwall ist schon die erste Sehenswürdigkeit: die parallel zur Autobrücke verlaufende Eisenbahnbrücke von Isombard Kingdom Brunel, eine technische Meisterleistung aus dem Jahr 1859. Der Tamar-Fluß, über den diese Brücke führt, ist auch gleichzeitig die Grenze zwischen Devon und Cornwall.
Als Alternative kann man den Tamar auch per Fähre nach Torpoint überqueren. Das (für Landratten) Besondere an ihr  ist, dass es sich um eine Kettenfähre handelt, die sich entlang einer Kette zum anderen Flussufer "hantelt". Auch von ihr hat man einen schönen Blick auf die Eisenbahnbrücke werfen. Sowohl Brückenmaut als auch Fährgebühr betragen jeweils 1.50 Pfund, zahlbar aber jeweils nur in eine Richtung.

Einmal in Cornwall angekommen, sind es nur mehr 23 km in den Fischereihafen und Badeort Looe.  Da er im Sommer vor Touristen überquillt, empfiehlt es sich, das Auto gleich an der Ortseinfahrt auf dem großen Parkplatz abzustellen (nicht aufs Parkpickerl vergessen!). Von dort kann man dann gemütlich über eine siebenbögige Brücke, das Wahrzeichen Loos, und den Fluss Looe entlang bis zum Strand gehen. Unbedingt am Fischerei-Pier einen Blick auf den Tagesfang werfen, unter dem nicht selten auch Haie sind.

Von Looe sind es nur 6 km weiter westlich bis nach Polperro. Wenn man ein kleines, verträumtes Fischerdörfchen sucht – es werden auch jetzt noch regelmäßig Hummer und Krabben gefischt - hat man es hier gefunden, allerdings nicht unbedingt im Sommer. Zu jeder anderen Jahreszeit ist der steil zum kleinen Hafen abfallende, autofreie Ort ein einziges Fotomotiv. Sein Mittelpunkt ist der zwischen schroffe Felswände gezwängte alte Hafen mit seinen bunten Fischerbooten. Um ihn herum gruppieren sich verschachtelte Treppen, schmale Durchgänge und steile Gassen mit schiefen Cottages und jeder Menge von Souvenirgeschäften und Tea Rooms. In diesen einst so abgeschieden liegenden Ort hat es einst die vor den Nazis nach England geflüchtete österreichische Malerlegende Oskar Kokoschka verschlagen. Die Lichtverhältnisse begeisterten ihn. Leider durfte er aber nach Ausbruch des Krieges aus Sicherheitsgründen nicht mehr im Freien malen - seine Ansicht von Polperro musste sich also auf den Blick aus seinem Fenster hoch über den Klippen des Ortes beschränken!   

Jetzt verlassen wir die Küste und wenden uns Richtung Norden dem Bodmin Moor zu, neben dem Dartmoor und dem Exmoor das dritte der südwestenglischen Hochmoore. Es wird nur von einer einzigen Straße durchquert. Reste prähistorischer Ansiedlungen und Kultstätten sind im Süden zu finden. Über das ganze Moor verstreut findet man wie im Dartmoor immer wieder Reste des einst blühenden Zinnabbaus, der erst 1960 eingestellt wurde. In den Tiefen des Dozmary Pools soll  Excalibur, das Schwert des sagenumwobenen König Artus, liegen. Am nordwestlichen Rande dieser so unberührten, vor allem bei trübem, regnerischen Wetter unheimlich wirkenden Gegend liegt das Jamaica Inn, bekannt geworden durch den gleichnamigen Roman von Daphne du Maurier. Einst eine verrufene Schmugglerspelunke ist es heute leider dank seiner Lage an der wichtigsten Hauptverkehrsader Cornwalls zu einer üblen Touristenfalle geworden. Nur in den Nebensaisonen kann man in Ruhe die Atmosphäre des alten Pubs auf sich wirken lassen und dabei vielleicht auch in ein paar Seiten des Romans schmökern.

Weiter geht es nach Port Isaac, einem kleinen versteckten Küstenort direkt am stürmischen Atlantik. Filmliebhabern ist es vielleicht als Drehort der englischen Filmkomödie Saving Grace (Grasgeflüster)  bekannt. Fährt man ein Stück die Küste entlang Richtung Norden, kommt man zur Ruine von Tintagel Castle, sagenumwobener Geburtsort von König Arthus. Viel ist von der einstigen Festung nicht geblieben, aber die Ausblicke über die zerklüftete Küste sind jeden Kilometer wert. Wenige Fahrminuten weiter in Richtung Norden erreicht man Boscastle. Der Ort selber ist nicht besonders interessant, dafür aber die winzige, interessant angelegte historische Hafenanlage. Wer etwas für Hexen übrig hat, kann hier auch gleich ein diesem Thema gewidmetes Museum besuchen. Nördlich von Boscastle überquert man wieder die Grenze zu Devon. Nicht auslassen sollte man das steil zum Meer abfallende Fischerdorf Clovelly, wahrscheinlich einer der bekanntesten Orte Nord Devons, ebenfalls eine berüchtigte Touristenfalle während der Hochsaison.  Auch einen Besuch wert ist Lynton, das durch eine historische Standseilbahn mit seiner Schwesternstadt Lynmouth verbunden ist.  Über das Exmoor und das Dartmoor geht es wieder nach Hope Cove zurück.

Auch eine zweite Route durch Cornwall ist sehr empfehlenswert und kann mit jeder Menge Höhepunkte aufwarten, seien es malerische Dörfer, Herrenhäuser, subtropische Gärten, dramatische Steilküsten, endlose Sandstrände, Künstlerateliers oder düstere Moore. Viele der Orte dienten Rosamunde Pilcher -Verfilmungen als romantische Originalschauplätze. Man sollte drei Tage einplanen.   

Hope Cove - Plymouth – Landhydrock – St. Just-in-Roseland – Trelissik Garden – Fowey – Eden Project – Falmouth – Lizard Point – die Satellitenerdstation Goonhilly -  St. Michael’s Mount – Penzance – Mousehole  - Minack Theatre – Land’s End -  Cape Cornwall - St. Ives – Newquay – Bedruthan Steps – Padstow – Bodmin – Plymouth – Hope Cove.

 

Auf den Spuren von Rosamunde Pilcher

Rosamunde Pilcher ist eine Tochter Cornwalls, geboren in St. Ives und schreibt seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr Kurzgeschichten und Liebesgeschichten für Frauenmagazine. Der Durchbruch als kommerziell erfolgreiche Romanautorin kam 1987 mit der Familiensaga The Shell Seekers (ab 1990 als Die Muschelsucher in Deutschland über 1,7 Mio. Mal verkauft). Seither haben sie ihre bislang über 60 Millionen weltweit verkauften Bücher zu einer der erfolgreichsten Autorinnen der Gegenwart gemacht. 2002 wurde Pilcher der Titel eines Officer of the Order of the British Empire verliehen.

Geben Sie es zu: auch Sie schauen sich gerne die ZDF Verfilmungen der bitter-süßen Romane und Kurzgeschichten von Rosamunde Pilcher an. Natürlich nur wegen der tollen Landschaft.  Ja natürlich …..  und in Devon und der benachbarten Grafschaft  Cornwall gibt es sie tatsächlich: blühender  Stechginster, sturmumtobte Steilküsten, kurvenreiche heckengesäumte  Landstraßen, blumengeschmückte Cottages und elegante Herrenhäuser. Sogar Hope Cove kann sich rühmen, einer der unzähligen Originalschauplätze zu sein, auch in den Straßen von Salcombe und in Overbeck Garden wurden Szenen gedreht!