Die englische Küche


Vergessen Sie alle Gerüchte über das englische Essen oder ihre (eventuell nicht so guten) Erinnerungen an das Essen, das sie während Ihrer Sprachferien bei Gastfamilien bekommen haben.

Die englische Küche hat in den letzten Jahren eine enorme Kehrtwendung vollzogen. Es wird immer mehr Wert auf Vielfältigkeit, auf Frischprodukte und ein abwechslungsreicheres Würzen gelegt. Devon im Besonderen rühmt sich einer vorzüglichen Küche. Auf Bio-Farmen produziertes Fleisch, Geflügel und Gemüse und in der Gegend hergestellter Cider (Apfelwein) bzw. Wein machen Essen und Trinken zu einem Genuss. Spezialitäten sind u.a. frisch gefangener oder geräucherter Fisch, Meeresfrüchte und Käse, Käse und noch einmal Käse. Überall in Devon finden sich tolle Delikatessengeschäfte bzw. Farm Shops, in denen man alle möglichen Leckereien hübsch verpackt kaufen kann.

Einige Geheimtipps: Dartington Cider Press Centre bei Totnes, National Trust Shops, das Riverford Farm Shop in der Nähre der Kitley Caves auf dem Weg zwischen Hope Cove und Plymouth, Shop von Buckfast Abbey. Bei der Touristeninfo in Kingsbridge gibt es einen speziellen South Hams Good Food and Drink Guide.      

Englischer Tee

Der "Cuppatea" („cup of tea“) ist der Inbegriff englischer Lebensweise schlechthin. So wird vor jeder wichtigen Entscheidung erst einmal ein Tee getrunken. Richtig zubereitet ist er nicht nur genauso stark wie Kaffee sondern ähnelt ihm auch in der Farbe und wird mit einem Schuss Milch getrunken. (Wichtigste Regel: Tee mit SPRUDELND heißem Wasser übergießen, drei Minuten ziehen lassen). Man möchte ihn bald nicht mehr missen. Aber keine Angst, auch Caffè Latte und Cappuccino haben das Land jenseits des Ärmelkanals bereits erreicht.  

Fish & Chips
Genau so wie Tee sind auch Fish & Chips typisch für England. Ein in Bierteig ausgebackener Dorsch wird mit frischen, knusprigen Pommes Frites serviert. Nicht wundern, man wird Sie fragen, ob Sie ‚salt and vinegar’ (Salz und Essig) als Würze wollen. (In unserer Familie scheiden sich dabei die Geister, Malzessig ist nicht Jedermanns Sache.) Um Fish & Chips richtig genießen zu können, besorgen sie sich am besten in einer ‚Fish & Chips Bar’ eine Portion zum Mitnehmen und setzen sich an eine Hafenkaimauer. Aber Vorsicht vor hungrigen Möwen! Ausgezeichnete Fish & Chips gibt es beim „Cod Father“  in Kingsbridge und in der Fore Street in Salcombe.

Cornish Pasties
Immer wieder findet man die Aufschrift Cornish Pasties. Das sind pikant mit Fleisch und/oder Gemüse und/oder Käse gefüllte Teigtaschen (entweder Mürbteig oder Blätterteig), die ursprünglich die ‚Lunchpakete’ der Bergarbeiter in den Zinnminen von Cornwall waren. Da während der Mittagspause keine Möglichkeit zum Händewaschen gegeben war, diente der dicke Teigrand nicht zum Essen, sondern bloß zum Festhalten. Tipp: nur frisch zubereitete, warme Pasties in einer Bäckerei kaufen, keine maschinell verpackten, womöglich tief gefrorenen, die schmecken nämlich nach nichts.   

Devon Cream Tea

Cream Tea hat nichts mit dem oben beschriebenen ‚Aufgussgetränk' zu tun. Es handelt sich dabei um eine leckere, aber sehr kalorienreiche Nachmittagsjause mit Tee, traditionellen Scones (einem Mürbteiggebäck), Erdbeer- oder Himbeerconfitüre und Clotted Cream, ein an Mascarpone erinnerndes dickes Schlagobers (Schlagsahne), das eine Spezialität der Region ist.

Devon Cream Fudge

Liebhabern von Süßem empfehlen wir auch den unübersetzbaren, aber umso köstlicheren ‚Devon Cream Fudge’. Das ist eine fingerverpickende, aus dicker Sahne hergestellte karamelartige Süßigkeit, die in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, z.B. als ‚chocolate fudge’, ‚whisky fudge’ oder ‚vanilla fudge’ angeboten wird. Gibt es fertig verpackt oder noch viel besser offen nach Gewicht (z.B. in der Fore Street von Salcombe)