Pubs

Pubs, wie die public houses allgemein genannt werden, sind Gastwirtschaften, in denen man ein gepflegtes Bier oder einen Cider genießen kann. Viele von ihnen bieten auch ausgezeichnetes Essen an, seien es deftige Suppen mit Kornweckerl (Kornbrötchen), die klassischen Fish and Chips, Steak and Kidney Pie, Eintöpfe  oder die verschiedensten Arten von Sandwiches, die mit einer üppigen Salatgarnitur serviert werden. Auch alle Arten von Spaghetti und Pizzagerichten, Chinesisches und Indisches haben hier bereits Einzug gehalten. Früher kam man ins Pub ausschließlich zum Trinken, heute haben viele Pubs eine umfangreiche Speisekarte mit Vor-, Haupt- und Nachspeisen, die Tagesgerichte sind auf einer Tafel bei der Bar angeschrieben. Wenn kein separater Restaurantteil vorhanden ist, dann wird das Essen immer bei der Bar bestellt und sofort bezahlt. Meist bekommt man eine Nummer, die aufgerufen wird, oder es wird nach dem Namen gefragt. Das Essen wird dann zum Tisch serviert. Auch Getränke ausschließlich von der Bar holen und sofort bezahlen! Trinkgeld ist NICHT üblich! Mittlerweile kann man an der Bar übrigens auch Kaffee und Tee bekommen. Viele Pubs punkten mit einem hübschen Gastgarten. Aber Achtung auf die Öffnungszeiten. Viele Pubs schließen am Nachmittag zwischen 14 und 17 Uhr, Sonntag darf nicht vor 11 Uhr geöffnet werden. Die strengen Sperrstundenregelungen für den Abend, wenn die Glocke an der Bar 22.45h läutete und man den mit Nachdruck verkündeten Ruf ‚last orders’ vernehmen konnte, gehören der Vergangenheit an.  

Ich weiß nicht, ob man die Pubs in England so ohne weiteres mit einem Beisl in Wien oder mit einem Bayrischen Biergarten vergleichen kann. Sicher ist jedoch, dass sie ein ganz eigenes Flair haben und Orte zum Wohlfühlen sind. Vor allem Devon rühmt sich seiner traditionsreichen, historischen Pubs.   

Das englische Bier , das real ale, ist Ansichtssache. Bier ist für manch eine kontinentaleuropäische Kehle zu viel gesagt, unterscheidet es sich doch einigermaßen vom heimischen Gerstensaft. Es hat weniger Kohlensäure und wird auch nicht so eiskalt wie bei uns serviert. (Frei nach "Asterix bei den Briten": "......kommt, lasst uns unser Bier trinken, bevor es kalt wird...")

Will man ein real ale kosten, bestellt man ein pint (großes) oder ein half pint of bitter, das vom Fass gezogen und dank seines geringen Kohlesäuregehalts ohne Schaumkrone randvoll serviert wird. Das berühmteste ‚real ale’ Devons kommt aus der Blackawton Brauerei.

Möchte man ein Bier, das der mitteleuropäischen Brautradition entspricht, dann bestellt man ein lager,  z.B. Stella, Fosters, Carlsberg, das auch meist frisch gezapft wird.

Es gibt natürlich auch ‚guiness’ – ein Bier so schwarz wie die Seele. „You either love it or you hate it“ .
Mein persönlicher Favorit ist allerdings der Cider [gespr. ‚saida'], den es in verschiedenen Versionen, hier gereiht nach ihrem Zuckergehalt, gibt:

  • Sweet Cider
  • Dry Cider
  • Home Made Cider
  • Scrumpy Cider

Der Sweet Cider (zB.: Woodpecker) wird fast nur in Flaschen verkauft (sonst verklebt der Zapfhahn). Der ‚Dry Cider’ ist der gängigste Cider (z.B. Strongbow, Cashels, Olde English, Blackborrow), ‚Home Made Cider’ ist sehr trockener Bauerncider und  wird meistens aus einem Plastikfass an der Theke gezapft und das ausschließlich in den traditionellen Cider-Regionen Devon und Somerset. Er hat keinen Namen und wird als ‚Strong Cider’ angeboten. Dann gibt es noch den ‚Scrumpy Cider’, der für unseren Geschmack fast zu herb ist und am besten in einer Mischung mit Limonade schmeckt. Man findet ihn eher in Geschäften als im Pub (zB.:Criple Crock Scrumpy Cider).

Pubs in und um Hope Cove


Hope & Anchor in Hope Cove

Wie alle Pubs der Gegend war das Hope & Anchor  einst eine schmuddelige Schmugglerspelunke und Treffpunkt berüchtigter Strandräuber. Es ist nur wenige Minuten von Cottage View entfernt. Am Abend Taschenlampe nicht vergessen, in Hope Cove leuchten nur die Sterne den Weg nach Hause! Gemütliche Bar, offener Kamin, ausgezeichnetes Essen und üppige Portionen.

Royal Oak in Malborough

Jeden zweiten Mittwoch Abend ab ca. 20 Uhr Live Musik (Folk). Termine erfragen.

Pilchard Inn auf Burgh Island

Uriges Schmugglerpub auf Burgh Island. Zu Fuß nur bei Ebbe zu erreichen! (s. Burgh Island)

Port Light Inn, Bolberry Downs

Das Port Light Inn diente im 2. Weltkrieg als Radarstation. Schöner Spaziergang von Cottage View (ca. 1 Stunde), mit dem Auto in wenigen Minuten über Inner Hope zu erreichen. Traumhafte Ausblicke über die malerische Küstenlandschaft und herrliche Fish 'n' Chips. Überhaupt ist das Essen dort ausgezeichnet. Bekannt für seine Riesenportionen. Tischreservierung wird empfohlen.

Village Pub in Thurlestone

Die alten Holzbalken über der Theke sollen noch von dem vor Hope Cove gestrandeten Armadaschiff San Pedro di Major stammen. Gut bestückte Bar, ausgezeichnetes Essen

The Journeys End Inn in Ringmore (zw. Modbury und Burgh Island)

Seine Anfänge gehen auf das 13. Jh. Zurück. So stellt man sich ein altes englisches Landgasthaus vor!