Wandern

Wenn es ein Wanderparadies gibt, dann ist es Devon!  Es ist die flächenmäßig größte und die am dünnsten besiedelte Grafschaft Südenglands, geprägt von einer zerklüfteten Küstenlandschaft und weiten buckeligen Feldern, Wiesen und Weiden, die feinsäuberlich voneinander durch mannshohe Buschhecken getrennt sind. Mit Wanderschuhen und Rucksack ausgerüstet stehen in dieser abwechslungsreichen Landschaft weit vom Massentourismus entfernt hunderte Möglichkeiten zur Auswahl - vom gemütlichen Spaziergang entlang des Küstenweitwanderwegs, über themenbezogene Rundgänge bis zu fordernden Wanderungen im Dartmoor. Wanderkarten und ausführliche Wanderliteratur mit Routenbeschreibungen liegen in Cottage View auf. 


Southwest Coast Path

Die Gesamtlänge dieses spektakulären Küstenweitwanderweges beläuft sich auf über 1000 km und führt entlang der Küsten von Dorset, Devon und Cornwall. Cottage View liegt nur einen Steinwurf davon entfernt!  

Unsere Empfehlungen:

Eine schöne Wanderung entlang des Coast Path von Hope Cove Richtung Süden nach Salcombe. Die Strecke beträgt ca. 12 km.
Entlang dieser Strecke gibt es abgesehen von herrlichen Ausblicken allerhand zu entdecken: Das Port Light Inn - ein Pub, das ursprünglich eine Radarstation aus dem zweiten Weltkrieg war, die Soar Mill Cove, deren vorgelagerter Fels, der Ham Stone, schon vielen Schiffen zum Verderben wurde, die Starehole Bay, auf deren Grund die Reste des 1936 gesunkenen Windjammers  "Herzogin Cecilie" liegen,  und kurz vor der Ankunft in Salcombe Overbecks Garden, ein subtropischer Garten mit zahlreichen exotischen Gewächsen, darunter Palmen und Bananenstauden. Von South Sands bringt Sie die Fähre ins Stadtzentrum von Salcombe, von wo Sie am besten mit dem Autobus nach Hope Cove zurückfahren. (vorher Zeiten checken/Busplan liegt in Cottage View auf) oder mit einem Taxi (vorbestellen/Telefonnummer in Cottage View auf Pinwand in der Küche).

Gegen Norden empfiehlt sich von Cottage View eine Wanderung entlang des Coast Path von Hope Cove nach Bantham und zurück über Thurlstone
. Die Strecke beträgt auch ca. 12 km.   
Das Schönste an dieser Strecke ist natürlich wieder die Küstenlandschaft selber und das ewige Schauspiel des Meeres. Es ist schon beeindruckend genug, sich einfach auf einen Felsen zu setzen, den Wellen zuzuschauen und der Brandung zu lauschen, wenn sie versucht, die Möwen zu übertönen. Auf dieser Strecke lernt man die schönsten Sandstrände der South Hams kennen, kommt an einem der ‚aussichts-reichsten’ Golfplätze der Welt vorbei, genießt traumhafte Ausblicke auf den durch die Macht der Brandung ausgehöhlten ‚Thurlestone’ und Burgh Island, beobachtet die Windsurfer in der Brandung vor der Bantham Beach, erklimmt den Höhenzug Richtung Thurlestone, besucht die alte Kirche, trinkt im Village Inn ein Pint und kehrt entlang des Küstenwegs wieder nach Hope Cove zurück.     

Weitere spektakuläre Abschnitte des Weitwanderwegs kann man vom Parkplatz von Prawl Point bzw. Start Point .Lighthouse absolvieren.

Ein ausführlich bebildertes Buch über den Weitwanderweg und detaillierte Wanderkarten stehen im Bücherregal von Cottage View !


Country Walks
Wanderungen entlang des naturgeschützten Küstenwanderwegs sind natürlich die spektakulären Highlights jedes Urlaubs in Hope Cove.  Aber auch das immergrüne Hinterland bietet mit seinen sanft gewellten Hügeln, romantischen Flusstälern und Dörfern mit jahrhundertealten strohgedeckte Bauernhäusern für jeden Geschmack etwas. Ganz nebenbei lernt man Land und Leute hautnah kennen.  Man kann entweder direkt vom Haus weggehen oder nach einer kurzen Autofahrt den idealen Ausgangspunkt erreichen. Fotoapparat nicht vergessen!
Gut markierte Wanderungen im Bereich der weitausladenden Bucht von Salcombe verbinden idealerweise das Küstenerlebnis mit dem Hinterland.

Etwas weiter weg von Hope Cove gibt es für Agatha Christie Fans einen gut ausgeschilderten 10km langen „Greenway Walk“ von der Tor Bay zum hoch über dem Dart liegenden malerischen Anwesen der Schriftstellerin,  Greenway.  Die Route führt u.a. auch am historischen Bahnhof von Churston  vorbei, auf dem die „Queen of Crime“ aus London anzukommen pflegte.  www.southdevonaonb.org.uk.  Wanderkarten und Wanderliteratur im Haus helfen weiter.  

Achtung:
In England ist man streng darauf bedacht, dass Privateigentum auch privat bleibt. „PRIVATE“ heißt auf gut Deutsch „bitte nicht betreten“ – daher  nicht einfach querfeldein über Wiesen und Felder marschieren (schon gar nicht über die eingezäunten), sondern sich an die „PUBLIC FOOTPATHS“  halten. Diese Regelung gilt nicht auf den Hochmoorgebieten des Dartmoor Nationalparks, sie sind „Access Land“. 


Wandern im Dartmoor
Im Gegensatz zu anderen Nationalparks untersteht der Dartmoor-Nationalpark nicht dem Rights of Way Act. Das heißt, dass der gesamte Park für Fußgänger zugänglich ist, sie müssen sich nicht an bestehenden Wege und Straßen halten. Beschilderte Wanderwege wie in Mitteleuropa gibt es im Dartmoor ohnehin nicht, man orientiert sich laut Beschreibung in den Wanderführern nach Steinwällen, Baumgruppen, Flussläufen oder Tors. Nie bei angekündigtem Schlechtwetter oder Nebel eine längere Wanderung planen, man verirrt sich schneller, als man glaubt. Immer die richtige Wanderausrüstung und vor allem wasserdichte Wanderschuhe mitnehmen (im Moorboden kann man vor allem nach längeren Regenfällen leicht versinken, es müssen auch immer wieder kleine Bäche überquert werden, es können auch unerwartet heftige Regenfälle einsetzen). Nützlich ist auch eine Signalpfeife. NIE die Gefahr des Moores unterschätzen!    
  
Der Two-Moors-Way ist ein Weit-Wanderweg, der von der Südgrenze des Dartmoores, bis zur Nordküste des Exmoors im Norden Devons führt. Die Strecke ist 160 km lang und führt auf schön beschilderten Wegen, außer im offenen Moorgebiet. Dort ist Kompaß und Höhenkonturen lesen angesagt.
Im zwischen den Mooren liegenden Teil wandert man durch kleine Dörfer, zwischen Feldern und Wäldchen - einfach malerisch. Der letzte Teil ist dann wieder Moorlandschaft, diesmal das Exmoor. Hier gibt es noch eine kleine Besonderheit, hier sind Stiere und Kühe gemeinsam auf einer Weide, das heißt, die lieben Tiere sind nicht gaaanz so sanftmütig...
Wir sind den Weg schon durchgegangen und haben gemütlich 5 1/2 Tage benötigtt 2 Tage Dartmoor, 2 Tage Zwischenland und 1,5 Tage im Exmoor.
Die genaue Wegbeschreibung liegt im Haus, auch eine Karte vom Dart & Exmoor ist vorhanden, für das Land dazwischen ist keine Karte notwendig, so gut ist der Weg beschildert. Übernachten kann man in den Moorteilen im sogenannten "Accessland" (bitte auf der Karte abklären), dazwischen gibt es immer wieder Campingplätze, B&B's oder man fragt einfach bei einem Farmer oder in einem Pub nach, ob man das Zelt auf der Wiese aufstellen darf. Empfohlen wird auch eine Ab- und Anmeldung beim National Park. Denn so mancher hat sich schon im Nebel verirrt ...

Letterboxing: Ein beliebtes Hobby der Wanderer im Dartmoor ist Letterboxing, die Suche nach ‚Letterboxes‘. Dabei handelt es sich nicht um Briefkästen, wie die wortwörtliche Übersetzung vermuten lässt, sondern um kleine Behälter aus Metall oder Kunststoff, in denen sich ein Stempel und ein kleines Büchlein befinden. In dieses Büchlein trägt man sich mit Namen und Datum ein, manche verewigen sich mit ihrem eigenen, mitgebrachten Stempel. Die Herausforderung besteht darin, so viele Letterboxes wie möglich zu finden. Bei 100 gefundenen Letterboxes gibt es das erste Abzeichen. Das mag hier etwas absurd klingen, aber sobald man die erste Letterbox gefunden hat, wird man von einem unheilbaren Such-Fieber gepackt, das einen nicht mehr so schnell los lässt. Also nicht wundern, wenn anscheinend geistesabwesende Engländer durchs Moor streifen, plötzlich einen Stein aufheben und freudestrahlend Letterbox eine alte Munitionsbox hervorziehen! Geschätzte 10.000 Letterboxes gibt es im Dartmoor, jeder kann seine persönliche verstecken. Wo man nach ihnen suchen muss? Unter jeder Felsritze, jeder Wurzel oder Grasnarbe kann eine Letterbox  versteckt sein. Es gibt nur ein paar "Regeln", wo keine versteckt werden dürfen: auf Privatgrundstücken, in gemauerten Behausungen oder in Ortschaften.

 

Wandern mit Hunden
Im hundefreundlichen England trifft man kaum auf einen Wanderer, der nicht einen treuen Begleiter an seiner Seite hat. Ob Beagle oder Retriever, Collie oder Spaniel, es besteht selten Leinenzwang und Maulkörbe sind mehr oder weniger unbekannt. Vorsicht ist nur geboten, wenn Schafe in der Nähe sind – dann bitte unbedingt an die Leine!
Vorsicht ist auch auf dem Küstenwanderweg geboten, vor allem, wenn Sie einen lebhaften und neugierigen Hund haben! Auch beim abendlichen „Gassigehen“ ist Leine unbedingt angesagt, da es überall vor Kaninchen wimmelt und unsere lieben Vierbeiner die Gelegenheit gerne nützen, diese zu jagen. Über die Klippenkante geht es schnell in die Tiefe!
Wenn Sie eine Rast einlegen wollen - in Pubs sind Hunde willkommen, allerdings nicht in den Restauranträumen.